RSV Impfung im Herbst 2026: Wer sie jetzt wirklich braucht

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RSV Impfung im Herbst 2026: Wer sie jetzt wirklich braucht

Die RSV Impfung steht in diesem Herbst so stark im Mittelpunkt wie selten zuvor, denn mit der neuen Kampagne „Zusammen geschützt“ rufen das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und das Robert Koch-Institut (RKI) seit dem 6. Oktober 2026 ausdrücklich zum rechtzeitigen Impfen auf. Neben Grippe, Corona und Pneumokokken gehört das Respiratorische Synzytial-Virus, kurz RSV, zu den Erregern, die in der kalten Jahreszeit besonders viele Menschen treffen. Gerade ältere Menschen und Personen mit schweren Vorerkrankungen können nach einer Infektion ernsthaft erkranken. Sie soll genau diese schweren Verläufe verhindern. Wer zur empfohlenen Gruppe gehört, wann der beste Zeitpunkt ist und was die Krankenkasse zahlt, erklärt dieser Ratgeber verständlich und auf Grundlage der aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO).

Kurzantwort: Die STIKO empfiehlt die RSV Impfung einmalig für alle Menschen ab 75 Jahren. Auch Personen zwischen 60 und 74 Jahren mit schweren Grunderkrankungen sowie Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen sollten sich impfen lassen. Am besten geschieht das im September oder Anfang Oktober, also vor Beginn der RSV-Saison. Die Kosten einer empfohlenen RSV Impfung übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen.

Nahaufnahme von Händen mit Handschuhen, die Fläschchen und Spritze für die RSV Impfung vorbereiten
Vorbereitung in der Praxis: Der Impfstoff für die RSV Impfung wird kurz vor der Gabe aufgezogen.

Warum die RSV Impfung in diesem Herbst besonders wichtig ist

Der Blick zurück auf die vergangene Saison zeigt, warum Fachleute so eindringlich warnen. Nach dem ersten Saisonbericht des Robert Koch-Instituts zu akuten respiratorischen Erkrankungen gab es in der Wintersaison 2025/26 rund 180 Millionen akute Atemwegserkrankungen in Deutschland. Etwa 37 Millionen Arztbesuche gingen auf solche Infekte zurück. Rund 429.000 Menschen mussten mit schweren akuten respiratorischen Infektionen in Kliniken behandelt werden, und rund 22.700 von ihnen starben. Das RKI stufte die Saison insgesamt zwar als moderat ein, doch die Zahlen machen deutlich, welche Belastung Atemwegserreger jeden Winter verursachen.

Kleinkinder erkrankten im Schnitt 4,6-mal an einem akuten Atemwegsinfekt, Erwachsene ab 60 Jahren immerhin noch 1,3-mal. Der Höhepunkt des Geschehens lag Ende Januar und Anfang Februar 2026. Genau diese Welle wollen BIÖG und RKI mit der Kampagne „Zusammen geschützt“ im Herbst 2026 abschwächen. Seit Anfang Oktober sind die Plakate und Anzeigen bundesweit im öffentlichen Raum und in den Medien zu sehen. Die Botschaft dahinter ist einfach: Wer sich früh schützt, ist vorbereitet, wenn die Infekte im Winter ihren Höhepunkt erreichen. Diese Impfung ist dabei ein Baustein neben der Grippeimpfung, der Corona-Auffrischung und der Pneumokokken-Impfung.

Dr. Johannes Nießen, kommissarischer Leiter des BIÖG, machte zum Kampagnenstart deutlich, dass Grippe, COVID-19, RSV- und Pneumokokken-Infektionen für Risikogruppen „mehr als ein lästiger Infekt“ seien. Sie könnten schwere, teils lebensbedrohliche Verläufe verursachen und auch langfristig Komplikationen nach sich ziehen. Sein Rat lautet, zu Beginn der Infektzeit den eigenen Impfschutz zu prüfen, zum Beispiel über die Online-Impfchecks des BIÖG, und sich ergänzend in der Hausarztpraxis oder Apotheke beraten zu lassen. Auch unsere Übersicht in der Rubrik Gesundheit hilft bei der Einordnung aktueller Impfthemen im Herbst.

Definition: Was RSV ist und warum das Virus unterschätzt wird

Definition: RSV steht für Respiratorisches Synzytial-Virus. Es ist ein weit verbreiteter Erreger von Atemwegserkrankungen, der über Tröpfchen beim Husten, Niesen oder Sprechen übertragen wird. Die RSV-Saison dauert in Deutschland meist von Oktober bis März, kann aber je nach Jahr und Region etwas anders verlaufen. Fast alle Menschen kommen im Laufe ihres Lebens mehrfach mit dem Virus in Kontakt, eine durchgemachte Infektion schützt also nicht dauerhaft.

Bei gesunden Erwachsenen verläuft eine RSV-Infektion oft wie eine Erkältung: Schnupfen, Husten, Halsschmerzen und leichtes Fieber klingen meist von selbst wieder ab. Gefährlich wird es, wenn das Virus die unteren Atemwege erreicht. Dann drohen eine akute Bronchitis oder eine Lungenentzündung, bestehende Herz- oder Lungenerkrankungen können sich deutlich verschlechtern. Besonders gefährdet sind Säuglinge in ihrer ersten RSV-Saison, ältere Menschen und Personen, deren Immunsystem geschwächt ist. Für Neugeborene und Säuglinge empfiehlt die STIKO deshalb keine klassische Impfung, sondern eine vorbeugende Gabe eines monoklonalen Antikörpers in der ersten RSV-Saison. Die Impfung für Erwachsene richtet sich dagegen an ältere Menschen und Risikogruppen.

Weil die Beschwerden anfangs unspezifisch sind, wird RSV bei Erwachsenen häufig nicht erkannt oder mit einer Grippe verwechselt. Ein Labornachweis erfolgt im Alltag nur selten. Umso wichtiger ist die Vorbeugung für alle, bei denen ein schwerer Verlauf wahrscheinlich wäre. Genau hier setzt die RSV Impfung an: Sie trainiert das Immunsystem, das Virus zu erkennen und schneller zu bekämpfen, bevor es die Lunge ernsthaft schädigen kann.

Für wen die STIKO die RSV Impfung empfiehlt

Die Empfehlung der Ständigen Impfkommission ist klar gegliedert und gilt seit August 2024. Die RSV Impfung ist als Standardimpfung für alle Personen ab 75 Jahren vorgesehen, und zwar als einmalige Impfung. Zusätzlich gilt eine sogenannte Indikationsimpfung für die Altersgruppe von 60 bis 74 Jahren, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Wer jünger als 60 Jahre ist und keine besondere Gefährdung hat, gehört dagegen nicht zur empfohlenen Gruppe.

  • Alle Menschen ab 75 Jahren: einmalige RSV Impfung als Standardimpfung, unabhängig vom sonstigen Gesundheitszustand.
  • Menschen von 60 bis 74 Jahren mit schwerer Grunderkrankung: etwa schwere chronische Erkrankungen der Atemwege, schwere chronische Herz-Kreislauf- oder Nierenerkrankungen, chronische neurologische und neuromuskuläre Erkrankungen, Blutkrebs-Erkrankungen, Diabetes mellitus mit Komplikationen oder eine angeborene beziehungsweise erworbene Immunschwäche.
  • Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen im Alter von 60 bis 74 Jahren, auch unabhängig von einer einzelnen Grunderkrankung.
  • Neugeborene und Säuglinge: kein Impfstoff, sondern vorbeugend ein monoklonaler Antikörper für die erste RSV-Saison.

Wichtig ist die Unterscheidung, die das RKI ausdrücklich trifft: Leichte, unkomplizierte oder medikamentös gut eingestellte Formen der genannten Erkrankungen gehen nach heutigem Wissen nicht mit einem deutlich erhöhten Risiko für einen schweren RSV-Verlauf einher. In diesen Fällen wird die Impfung nicht allgemein empfohlen. Eine Einzelfallentscheidung außerhalb der Empfehlung ist nach individueller Abwägung mit der Ärztin oder dem Arzt aber grundsätzlich möglich. Ob die eigene Erkrankung als schwere Form gilt, lässt sich am zuverlässigsten im persönlichen Gespräch in der Hausarztpraxis klären. Wer unsicher ist, kann vorher den Online-Impfcheck des BIÖG nutzen und das Ergebnis als Grundlage für dieses Gespräch mitbringen.

Welche Impfstoffe es gibt: Arexvy, Abrysvo und mResvia

Für die RSV Impfung stehen in Deutschland mehrere zugelassene Impfstoffe zur Verfügung, die sich in ihrer Technik unterscheiden. Zwei von ihnen sind proteinbasierte Impfstoffe, der dritte setzt auf die mRNA-Technik, die viele Menschen bereits von den Corona-Impfstoffen kennen. Alle werden einmalig in den Oberarmmuskel gespritzt. Eine jährliche Wiederholung wie bei der Grippeimpfung ist bei dieser Impfung nach derzeitigem Stand nicht vorgesehen.

ImpfstoffHerstellerTechnikAnwendung
ArexvyGSKProteinbasiert, mit WirkverstärkerEinmalige Impfung für ältere Erwachsene
AbrysvoPfizerProteinbasiert, gegen beide RSV-Untergruppen A und BEinmalige Impfung für ältere Erwachsene
mResviaModernamRNA-ImpfstoffEinmalige Impfung für Erwachsene

Die STIKO nennt neben den proteinbasierten Impfstoffen Arexvy und Abrysvo auch den mRNA-Impfstoff mResvia. Welches Präparat im Einzelfall verwendet wird, entscheidet die impfende Praxis, unter anderem nach Verfügbarkeit und danach, ob gleichzeitig weitere Impfungen geplant sind. Für Patientinnen und Patienten ist vor allem entscheidend, dass es sich um eine einmalige Impfung handelt und dass Daten zu einer späteren Auffrischung bislang nicht vorliegen. Wer die Spritze bereits erhalten hat, braucht sie in der folgenden Saison also nicht erneut.

Alle drei Impfstoffe zielen auf das sogenannte F-Protein auf der Oberfläche des Virus, das dem Erreger hilft, in menschliche Zellen einzudringen. Wird das Immunsystem vorab mit diesem Baustein vertraut gemacht, kann es bei einer echten Infektion schneller Antikörper bilden. So lassen sich vor allem schwere Erkrankungen der unteren Atemwege verhindern oder abmildern. Einen hundertprozentigen Schutz vor jeder Ansteckung verspricht die RSV Impfung nicht, ihr Ziel ist der Schutz vor Klinikaufenthalten und schweren Verläufen.

Der beste Zeitpunkt: So läuft die RSV Impfung Schritt für Schritt

Beim Timing zählt vor allem eines: Der Schutz soll stehen, bevor die Welle anrollt. Das RKI weist darauf hin, dass der Impfschutz in der Regel innerhalb von etwa 14 Tagen nach der Spritze aufgebaut ist. Die STIKO empfiehlt deshalb, die Impfung möglichst vor Beginn der Saison zu erhalten, idealerweise im September oder Anfang Oktober. Wer diesen Zeitpunkt verpasst hat, sollte die Impfung auch während der laufenden Saison zeitnah nachholen, um für die verbleibenden Monate noch zu profitieren. Es ist also sinnvoll, aber nicht zwingend erforderlich, schon vor Saisonbeginn geimpft zu sein.

  1. Anspruch prüfen: Gehören Sie zu den ab 75-Jährigen oder zur Gruppe der 60- bis 74-Jährigen mit schwerer Grunderkrankung oder Pflegeeinrichtung? Der Online-Impfcheck des BIÖG gibt eine erste Orientierung.
  2. Termin vereinbaren: Erste Anlaufstelle ist die Hausarztpraxis. Auch andere Fachärztinnen und Fachärzte sowie Betriebsärzte dürfen impfen.
  3. Beratungsgespräch führen: Vorerkrankungen, Medikamente und bereits geplante Impfungen wie Grippe oder Corona werden gemeinsam besprochen.
  4. Impfung erhalten: Die Spritze wird einmalig in den Oberarmmuskel gegeben und im Impfpass dokumentiert.
  5. Kurze Nachbeobachtung: Nach der Impfung bleiben Sie noch einen Moment in der Praxis, falls es zu einer unmittelbaren Reaktion kommt.
  6. Schutz wirken lassen: Nach etwa zwei Wochen ist der Impfschutz aufgebaut, rechtzeitig vor dem Höhepunkt der Saison im Winter.

Ein praktischer Vorteil im Herbst: Mehrere Impfungen lassen sich oft an einem Termin bündeln. Laut RKI können die proteinbasierten RSV-Impfstoffe gleichzeitig mit der saisonalen Grippeimpfung und mit einem Corona-mRNA-Impfstoff verabreicht werden. Arexvy kann zudem am selben Termin mit einem Pneumokokken-Konjugatimpfstoff oder dem Totimpfstoff gegen Gürtelrose gegeben werden. Für andere Kombinationen ohne ausreichende Datenlage empfiehlt das RKI in der Regel einen Abstand von mindestens 14 Tagen. Auch das BIÖG bestätigt, dass eine gemeinsame Gabe gegen Grippe, Corona, RSV oder Pneumokokken bei entsprechender Empfehlung möglich ist. Welche Kombination für Sie sinnvoll ist, entscheidet die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt. Passend dazu finden Sie bei uns auch den Ratgeber zum Thema Pneumokokken-Impfstoff, der im selben Herbsttermin eine Rolle spielen kann.

Kosten: Was die Krankenkasse bei der RSV Impfung übernimmt

Die Kostenfrage ist für alle empfohlenen Gruppen erfreulich einfach geregelt. Das BIÖG stellt in seinen Fragen und Antworten zur Herbstkampagne klar: Die Kosten für von der STIKO empfohlene Impfungen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen, und in der Regel zahlen auch die privaten Krankenversicherungen. Wer also ab 75 Jahren eine Standardimpfung erhält oder als 60- bis 74-Jährige beziehungsweise 60- bis 74-Jähriger mit schwerer Grunderkrankung beziehungsweise als Pflegeheimbewohner zur Indikationsgruppe gehört, muss die RSV Impfung nicht selbst bezahlen.

Anders kann es aussehen, wenn eine Impfung außerhalb der STIKO-Empfehlung gewünscht wird, etwa bei einer jüngeren Person ohne Risikofaktoren. Eine solche Impfung ist im Rahmen der Zulassung und nach ärztlicher Beratung zwar möglich, doch die Kostenübernahme ist dann nicht automatisch gesichert. In diesem Fall lohnt es sich, vor dem Termin bei der eigenen Krankenkasse nachzufragen. Auch der Impfstoff selbst wird in der Praxis über die üblichen Wege abgerechnet, sodass Versicherte in der Regel nichts vorstrecken müssen.

Geimpft wird vor allem in der hausärztlichen Praxis. Daneben dürfen auch andere Fachärzte und Betriebsärzte impfen. Einige Apotheken bieten für Erwachsene Grippe- und Corona-Impfungen an, diese Impfung bleibt jedoch eine ärztliche Leistung in der Praxis. Wer keinen Hausarzt hat, kann sich an eine Praxis in der Nähe wenden und beim Termin gleich den Impfpass mitbringen, damit die neue Impfung korrekt eingetragen wird und der Überblick über alle Herbstimpfungen erhalten bleibt.

Mögliche Nebenwirkungen und Sicherheit der RSV Impfung

Wie jede Impfung kann auch diese Impfung vorübergehende Reaktionen auslösen. Diese sind meist mild und zeigen, dass das Immunsystem arbeitet. Zu den sehr häufigen Reaktionen zählen Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen sowie Muskel- und Gelenkschmerzen. Häufig kommen Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle, leichtes Fieber und Schüttelfrost hinzu. Solche Beschwerden klingen in der Regel innerhalb weniger Tage von selbst wieder ab.

Gelegentlich wurden unter anderem vergrößerte Lymphknoten, Übelkeit, Bauchschmerzen oder Juckreiz an der Einstichstelle berichtet. Schwere allergische Reaktionen sind sehr selten, und auch ein Guillain-Barré-Syndrom wurde nur selten im Zusammenhang mit der Impfung beschrieben. Deshalb gehört zu dieser Impfung wie zu jeder anderen eine kurze Nachbeobachtungszeit in der Praxis. Wer in der Vergangenheit auf einen Impfstoffbestandteil allergisch reagiert hat oder gerade eine akute fieberhafte Infektion durchmacht, sollte die Impfung verschieben und dies vorab mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen.

Wichtig für die Einordnung: Die genannten Reaktionen sind nicht mit einer RSV-Erkrankung zu verwechseln. Die Impfstoffe enthalten kein vermehrungsfähiges RS-Virus, sie können die Infektion also nicht auslösen. Ungewöhnliche körperliche Belastungen sollten in den ersten Tagen nach der Impfung vermieden werden, ansonsten ist keine besondere Schonung nötig. Halten Beschwerden länger an oder bereiten sie Sorgen, ist die impfende Praxis die richtige Anlaufstelle.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ob eine Impfung für Sie persönlich sinnvoll ist, entscheiden Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Häufig gestellte Fragen

Wer sollte sich die RSV Impfung geben lassen?

Die STIKO empfiehlt sie allen Menschen ab 75 Jahren als einmalige Standardimpfung. Personen zwischen 60 und 74 Jahren sollten sich impfen lassen, wenn sie eine schwere Grunderkrankung haben oder in einer Pflegeeinrichtung leben. Dazu zählen unter anderem schwere Lungen-, Herz-, Nieren- oder neurologische Erkrankungen sowie Diabetes mit Komplikationen.

Wann ist der beste Zeitpunkt für die RSV Impfung?

Ideal ist eine Impfung im September oder Anfang Oktober, also vor Beginn der RSV-Saison, die meist von Oktober bis März dauert. Der Schutz ist nach etwa 14 Tagen aufgebaut. Wer den Herbsttermin verpasst, sollte die RSV Impfung während der Saison zeitnah nachholen, statt bis zum nächsten Jahr zu warten.

Muss die RSV Impfung jedes Jahr aufgefrischt werden?

Nein, anders als die Grippeimpfung ist die RSV Impfung als einmalige Impfung vorgesehen. Zur Frage einer späteren Auffrischung liegen bislang keine Daten vor, eine routinemäßige Wiederholung empfiehlt die STIKO derzeit nicht. Wer die Spritze bereits erhalten hat, braucht in der nächsten Saison keine neue Dosis.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten der RSV Impfung?

Ja, für alle Gruppen, denen die STIKO die Impfung empfiehlt, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten, private Versicherungen in der Regel ebenfalls. Bei einer Impfung außerhalb der Empfehlung, etwa auf eigenen Wunsch ohne Risikofaktoren, sollten Versicherte die Kostenübernahme vorab mit ihrer Kasse klären.

Kann die RSV Impfung mit Grippe- und Corona-Impfung kombiniert werden?

Ja, das ist in vielen Fällen möglich. Die proteinbasierten RSV-Impfstoffe können laut RKI gleichzeitig mit der Grippeimpfung und einem Corona-mRNA-Impfstoff gegeben werden, und auch eine Kombination mit der Pneumokokken-Impfung ist bei Arexvy möglich. Ob die Bündelung an einem Termin für Sie passt, klärt die behandelnde Praxis.

Welche Nebenwirkungen kann die RSV Impfung haben?

Am häufigsten sind Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle, dazu Müdigkeit, Kopf-, Muskel- und Gelenkschmerzen. Auch leichtes Fieber und Schüttelfrost kommen vor. Diese Reaktionen sind meist mild und verschwinden nach wenigen Tagen. Schwere allergische Reaktionen sind sehr selten. Bei starken oder anhaltenden Beschwerden sollten Sie ärztlichen Rat einholen.

Fazit: RSV Impfung jetzt prüfen und geschützt in den Winter starten

Die Zahlen der vergangenen Saison sprechen eine deutliche Sprache: 180 Millionen Atemwegserkrankungen, 429.000 schwere Klinikfälle und rund 22.700 Todesfälle allein in einem Winter. Die RSV Impfung kann für die empfohlenen Gruppen einen wichtigen Teil des Risikos nehmen, mit nur einer einzigen Spritze und ohne jährliche Wiederholung. Ob Sie dazugehören, finden Sie mit dem Online-Impfcheck des BIÖG in wenigen Minuten heraus. Handeln Sie jetzt: Prüfen Sie noch in diesem Herbst Ihren Impfschutz, vereinbaren Sie einen Termin in Ihrer Hausarztpraxis und gehen Sie zusammen geschützt in die kalte Jahreszeit. Ausführliche Informationen bietet die Pressemitteilung des BIÖG zur Kampagne „Zusammen geschützt“ sowie die RSV-Fragen und Antworten des RKI.

Aktualisiert: 10. Oktober 2026

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